ZG09110310 - 03.11.2009
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Einsatz für den Dialog zwischen den Religionen


Jüdisches Mitglied des Gesprächskreises "Juden und Christen" gestorben


Michaela Koller

MÜNCHEN, 3. November 2009 (ZENIT.org).- Nathan Kalmanowicz, jüdisches Mitglied im Gesprächskreis „Juden und Christen" des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), ist am 23. Oktober in München gestorben, wie jetzt bekannt wurde. Der gelernte Bauingenieur und Unternehmer war dienstältestes Präsidiumsmitglied des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Kalmanowicz hatte sich trotz schwerer Krankheit bis zu seinem Tod für den Dialog zwischen den Religionen, zwischen Juden, Christen und Muslimen, eingesetzt. In seiner Funktion als Kultusdezernenten wirkte er auch innerhalb seiner Religionsgemeinschaft integrierend. Das Zentralratspräsidium dankt ihm in einem Nachruf in der Jüdischen Allgemeinen für die Einrichtung zweier unabhängiger Rabbinerkonferenzen, der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschlands (ORD) und der Allgemeinen Rabbinerkonferenz (ARK) unter dem Dach des Zentralrats im Jahr 2004.

Nathan Kalmanowicz wurde 1946 in München als Sohn von Überlebenden der Schoa geboren. Anhänger seiner Glaubensgemeinschaft schätzten „sein unerschöpfliches Wissen um den jüdischen Glauben und die Tradition".


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